Ist chip.de das bessere iTunes? iOS Update trotz Error 3259

Nachdem ich heute gefühlt ein Dutzend mal vergeblich versucht habe, das aktuelle Update iOS 4.1 auf mein iPhone 3GS zu installieren, jetzt die Lösung:

Was war passiert: Der Download des Updates per iTunes brach regelmäßig bei 185 +/- 2 MB ab, mit Fehler 3259

Googeln nach Fehler 3259 brachte mich nicht viel weiter. Firewall deaktivieren hieß es zumeist. Fehlanzeige. Bis ich auf chip.de stieß. Unglaublich: chip.de bietet das OS-Update an. Es lässt sich problemlos downloaden, und dann, wie beschrieben installieren:

Einfach unter iTunes mit gedrückter [Shift]-Taste "Aktualisieren" auswählen und dann die heruntergeladene IPSW-Datei von Ihrer Festplatte öffnen.

Das darf doch nicht wahr sein. chip.de das bessere iTunes

 

Google Instant - meine 3 Senfkörner nach 2 Stunden Erfahrung

Vor 2 Stunden wurde Google Instant präsentiert. Und bei mir war es praktisch gleichzeitig schon aktiv. Ich konnte also während der Vorstellung bereits testen. Und ich war verblüfft und beeindruckt. Es fühlt sich tatsächlich so an, als ob Google meine Gedanke erraten würde. Die Ergebnisse werden scheinbar schneller angezeigt, als ich tippen kann.

Aber jetzt mit etwas Abstand: Für Menschen mit motorischer Behinderung, oder auch Menschen mit Rechtschreibschwäche, sicher eine großartige Hilfe. Blinde Menschen hingegen werden bereits beim Öffnen der Seite mit einem Hinweis begrüßt, wie diese Funktion deaktiviert werden kann, besser gesagt, zur Deaktivierung aufgefordert. Zu Recht. Die Geschwindigkeit, mit der sich die Anzeige der Treffer nach jedem weiteren eingegebenen Buchstaben ändert, lässt sich auditiv nicht nachvollziehen.

Google wurde groß, weil es absolut minimalistisch daher kam, und einfach tat, was man von einer Suche erwartet: Relevante Treffer anzeigen. Inzwischen ist Google dermaßen mit zusätzlichen Features und Gimmiks überladen, dass wohl viele Menschen damit eher überfordert sind, als dass sie den zusätzlichen Nutzen sehen. Auf dem Notebook muss ich heftig scrollen, um all die zusätzlichen Funktionen zu überspringen (Anzeigen, Branchenergebnisse, Bilder), und zu den natürlichen Treffern zu kommen. Ich für meinen Teil kann mir gut vorstellen, dass ich Instant bald deaktiviere. In der Regel suche ich ohnehin nur per Browser-Suchfeld oder mit dem iPhone. Und dort gibt es kein Instant.

Seiteninhalte aus dem Viewport schieben (nur für Screen Reader sichtbar) auch auf posterous

Dies ist ein sichtbarer Text. Den nächsten Satz sollten allerdings nur Nutzer von Screen Readern sehen:

Dies ist der Text, den nur Nutzer von Screen Readern sehen.

Die Technik dürfte bekannt sein. Ein Element wird mit einer bestimmten Klasse (hier: hide) ausgezeichnet, und dieses Element dann per CSS nach links aus dem Viewport geschoben.

Das CSS:

.hide {
position:absolute;
left:-9000px;
overflow:hidden;
display:inline;
}

Beispiel:

Eine (nicht sichtbare) Bildbeschreibung auch auf Posterous.

Bildbeschreibung: Die Karikatur zeigt ein still stehendes Männchen, das fragend dreinblickt. Das Männchen reißt die Augen weit auf, und kratzt sich hinter dem Ohr. In einer "Denkblase" (gibt es den Ausdruck eigentlich?) steht: "Wozu longdesc, wenn es auch mit ein paar Zeilen CSS geht?".

(Die Bildbeschreibung sichtbar machen: CSS deaktivieren.)

Photowalk Bernau mit iPhone

       
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photowalk-bernau-mit-iphone-BeiBqeoIlcvwHdczfAhf.zip (4876 KB)

Ja, die Fotos wurden bearbeitet. Aber ausschließlich auf dem iPhone. MIt pro HDR aufgenommen, und mit Photogene bearbeitet.

pro HDR

   
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pro-hdr-xkGrvapeCgEEtgetJthm.zip (1849 KB)

Bildbeschreibung: Ein hölzerner Bootssteg führt vom Betrachter weg, scheinbar direkt in einen sonnigen, weiß-blauen Himmel. Links und rechts am Steg haben Segelboote festgemacht; die meisten Boote haben weiße Rümpfe. Die Segel sind eingeholt. Durch die Masten und die Takelage führt der Blick auf den See und das gegenüberliegende Ufer. Ein besonders schönes Boot mit Holzrumpf, hölzerner Kajüte und hölzernem Mast liegt direkt links im Vordergrund, fast zum Greifen nahe.

Ein Foto vom iPhone. Einmal mit pro HDR, einmal ohne. Viel mehr lässt sich aus einem 3GS vermutlich nicht mehr herauskitzeln.

Für iPhone App-Entwickler: Learn how to make your iPhone applications accessible to VoiceOver users

Sollte ein App-Entwickler sich in meine Beitragsreihe "iPhone Apps mit VoiceOver testen" verirren, dann kann ich dieses Wiki: iPhone Accessibility with VoiceOver zum Studium empfehlen.

Ein Spezialist für Barrierefreiheit auf dem iPhone, der sicher bei Fragen gerne weiter hilft: Per Busch

Der - vorläufig - letzte Test einer Navigationsapp auf dem iPhone

I give up ;-(

Doch der Reihe nach:

Das iPhone ist kein Navigationsgerät, sondern ein tragbarer Computer. Mit allerlei Tricks haben die Entwickler es dennoch geschafft, das iPhone in ein brauchbares Navigationsgerät zu verwandeln. Und technikaffinen, verspielten Menschen mag es sogar Spaß machen, viel Geld für allerlei Zubehör (Stichwort: TomTom Car Kit) auszugeben, anstatt sich gleich ein vollwertiges Einzweckgerät zu kaufen.

Auch Fußgängernavigation ist brauchbar und macht sogar Spaß, wenn man erst einmal das etwas von der Autonavigation abweichende Bedienungskonzept kapiert hat. Aber nur, wenn man Sicht auf den Bildschirm hat.

Navigon hat mit dem jüngsten Update auf die aktuelle Version 1.60 dem Rechnug getragen, und einen alternativen "Fußgängermodus mit Sprachausgabe" eingeführt. Leider ist die Navi in diesem Modus vollkommen unbrauchbar. Warum? Der Grund dürfte hauptsächlich im bekanntermaßen schlechten GPS-Empfang des iPhones liegen. Das wiederum führt dazu, dass es beim Verlassen der Route - versehentlich oder durch ein Hindernis erzwungen - mehrere hundert Meter bis zur Neuberechnung dauert. Und im ungünstigsten Fall dann die neue Route auch noch falsch errechnet wird. Weil eben die neue Position schlimmstenfalls mit einer Abweichung von bis zu hundert Metern bestimmt wird.

Und warum betreffen die Probleme mit dem schlechten GPS-Empfang nur den Modus "Fußgänger mit Sprachausgabe"?  Nun: Auch der Auto-Modus hat damit zu kämpfen. Aber wenn ich auf der Autobahn urplötzlich aufgefordert werde, links abzubiegen (weil die Navi glaubt, auf einer Bundesstraße parallel zur Autobahn zu fahren), dann lässt sich diese Aufforderung mit etwas gesundem Menschenverstand einfach ignorieren. Oder man kauft sich für 100 € das oben erwähnte TomTom Car Kit mit externem GPS Empfänger, das alle Empfangsprobleme behebt. Und der Standard-Fußgängermodus? In diesem Modus wird die Anzeige permanent aktualisiert und z. B. um einen Richtungspfeil zum Ziel ergänzt. Die App bedient sich hierfür wohl des im iPhone eingebauten Bewegungssensores und des eingebauten Kompasses. Nur lässt sich eben die Fülle der visuellen Informationen (Richtung, Entfernung) nicht an eine Sprachausgabe übergeben.

Fazit: Für blinde oder stark sehbehinderte Menschen ist das iPhone derzeit als Navigationsgerät ungeeignet.

Als Lösung könnte ich mir allenfalls einen externen GPS-Empfänger vorstellen; am besten dann auch noch mit einem zusätzlichen Akku, damit die Navi nicht auf halbem Weg schlapp macht. 

Getestet habe ich übrigens mit Navigon und Skrobbler.

Nachtrag 01.09.2010: Mit meinem Fazit bin ich wohl strenger als maccessibility.net. Dort wird unter Travel and GPS Navigon als accessible eingestuft.

Auflistung aller bisherigen Tests

 

Test: iPhone App Skobbler mit VoiceOver

Die Navigations-App Skobbler ist seit kurzem in einer neuen Version für 1,59 € im App-Store erhältlich. Ein absolutes Schnäppchen. Und, soviel vorab, mit VoiceOver perfekt bedienbar. Alle Schalter sind beschriftet, alle Seitenelemente werden von VoiceOver gelesen.

Die App bietet zweierlei Modi: Auto und Fußgänger. Für blinde Benutzer bietet sich der Fußgängermodus an. Aber der kommt leider, anders als der Automodus, ohne Spachausgabe! Navigon lässt grüßen.

Ende des Test. Schade. Dies hier ist keine Artikelserie über iPhone-Apps, sondern über die Benutzbarkeit von iPhone-App mittels VoiceOver.

Ich habe die Entwickler via Supportforum angeschrieben.

Nachtrag 01.09.2010: Phillip Kandal @dkobbler twittert: "Now a lot of people are requesting accessibility of the skobbler app. Hope we can deliver some improvements with next version".

Auflistung aller bisherigen Tests

Test: Update der iPhone App Simplenote mit VoiceOver

Seit heute gibt es die Version 3.0.2 dieser "must have app". Hier der Test der Vorgängerversion.

Neues Feature: Versionskontrolle. Dieses Feature ist mit VoiceOver erreichbar, und mit aktiviertem VoiceOver besser zu bedienen als ohne! Die entsprechende VoiceOver Geste (noch oben / unten wischen) wird angesagt, sobald der Fokus auf dem Slider liegt.

Eine Kleinigkeit, die ich inzwischen an die Entwickler gemeldet habe:

Beim Aufruf und beim Verlassen der Versionskontrolle bleibt der Fokus auf der vorherigen Seite, und damit wird der Fokuswechsel nicht angesagt.

Weiters Feature: Dokumente taggen. Nicht erreichbar mit VoiceOver. Button nicht sichtbar für VoiceOver. Schade, aber verschmerzbar.

"Verschlimmbösert"

Mehr als ein Wermutstropfen ist allerdings die absolute Unzugänglichkeit der Web App. Die Web App, die an sich wunderbar mit der iPhone App synchronisiert, ist für Screen Reader Nutzer vermutlich ein Buch mit sieben Siegeln. Damit reduziert sich natürlich der Nutzen von simplenote für Screen Reader Nutzer ganz erheblich. Ich bin schon neugierig, ob ich auf eine entsprechende Meldung an die Entwickler eine Reaktion erhalten werde.

Nachtrag 25.08.2010:

Ein nochmaliger Test zeigte folgendes:

Die Web App ist an sich gut strukturiert, die meisten Elemente wie Listen, Eingabefelder usw. sind mit Screen Readern erreichbar. Da aber alle Elemente unbeschriftet sind, müsste ein blinder Screen Reader Nutzer entweder lange probieren, oder sich die Funktion der App einmalig von einer sehenden Person erklären lassen. Ich weiß, Screen Reader Nutzer sind Kummer gewohnt, und unglaublich findig. Aber empfehlen kann ich die Web App im derzeitigen Zustand nicht.

Auflistung aller bisherigen Tests

Test: iPhone App Instapaper mit VoiceOver

Instapaper ist eine pfiffige Möglichkeit, interessante Webseiten zum späteren Lesen, auch offline, vorzumerken. Nach der Registrierung auf www.instapaper.com (die ich hier nicht beschreibe) steht im Firefox Browser ein Bookmarklet [W]  zur Verfügung. Auf der Seite, die für späteres Lesen bereitgestellt werden soll, wird das Bookmarklet ausgeführt. Zur Bestätigung erscheint eine auf der Webseite eingeblendete Nachricht. Im Screen Reader gibt es statt dessen eine etwas kryptische Nachricht. Irgend etwas mit "warten auf instapaper ..." Der genaue Inhalt dieser Nachricht tut nichts zur Sache. Die Nachricht dient jedenfalls als Hinweis, dass die Seite gespeichert wurde.

Nun auf dem iPhone die App Instapaper installieren. Ich hab' mich für die werbefreie Pro-Version für 3,99 € entschieden.

Die Bedienung von Instapaper mit VoiceOver ist einfach und intuitiv. Um Artikel unterwegs offline lesen zu können, muss man die Artikelliste in der Instapaper App aktualisieren, d. h. auf dem iPhone speichern. Dies erledigt man sinnvollerweise zu Hause im WLAN.

Lohnt der ganze Aufwand eigentlich. Ja, und zwar auch aus folgendem Grund: Instapaper versucht, nur die Inhalte der jeweiligen Seite zu speichern, also ohne Schmuckgrafiken, Werbung usw., aber die Funktionalität der Seite (Links, Fotos) beizubehalten. Mit dem Screen Reader eine Wohltat, wenn man nur Lesen, nicht interagieren will.

Originalseite:

Instapaper-Seite:

 

Auflistung aller bisherigen Tests