BIENE 2009: Wer hat die hässlichste Blüte
Aktion Mensch und Stiftung Digitale Chancen zeichnen jährlich die besten deutschsprachigen barrierefreien Webseiten aus. Die einzige BIENE in Gold landete 2009 beim Internet-Angebot des Warenhauses Manufactum.
Ich warte immer noch auf eine Analyse, die mir einen einzigen positiven Aspekt dieses Webauftritts zeigt. Es gab eine Zeit, in der mir bei Biene-Gewinnern Anregungen für meine tägliche Arbeit holte. Aber bei manufactum kann ich suchen, soviel ich will. Ich finde nur:
- Ein abstoßend hässliches Design. Welche Agentur kann man damit wohl zur Nachahmung animieren?
- eine pfiffige Breadcrumb-Navigation, mit einem integrierten Dropdown-Menü: pfiffig, aber leider mit Tastatur nicht bedienbar,
- alt-Attribute wie "Detailaufnahme" oder "Produktabbildung" - ein leeres alt-Attribut alt="" wäre mir an dieser Stelle lieber, als mir die Ohren 12 mal mit "Produktabbildung" vollquasseln zu lassen.
- Einen Skiplink, der anscheinend mit display:none ausgezeichnet ist, und daher weder mit Tastatur noch mit SR sichtbar. Vergebliche Liebesmüh.
- Keine, bzw. wechselnde, und dadurch verwirrende, Überschriften für die Navigationslisten
- Nicht eine einzige Seite valide.
- Wenn ich auf größere Schrift zoome, dann verschwinden Inhalte im "rechten Nirvana" und sind nur noch mit horizontalem Scrollen erreichbar. Warum nicht gleich Tabellenlayout?
- Links, die beim Anklicken nichts tun: Ihr Manufactum Paßwort ändern usw. Muss man diese ganzen Optionen auch dann anbieten, wenn ich noch gar nicht registriert bin? Nein, das geht im Jahr 2009 eleganter.
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