SayText die Zweite
Vor einigen Tagen habe ich über SayText berichtet, und die fehlende Praxistauglichkeit bemängelt. Aber die Technik fesselte mich so, dass ich unbedingt weitere Versuche unternehmen musste. Die Testbedingungen diesmal: Ein Taschenbuch mit nicht extrem kleiner Schrift, Beleuchtung durch eine gewöhnliche Schreibtischlampe. Damit SayText automatisch erkennt, wenn eine ganze Seite im Blickfeld ist, wählte ich eine relativ dunkle Unterlage (meine Schreibtischplatte). Und siehe da - diesmal macht das Ergebnis ordentlich was her:
Zuerst der vom OCR erkannte Text, wie SayText ihn per E-Mail verschickt hat:
DIE OSTWAND IM WANDEL DER ZEIT
»Kedcrbacher urteilte unzweifclhaft richtig, wenn er diese Tour nur Anfang des Sommers, bei noch reichlich vorhandenem Winterschnee, für ausführbar hielt. Bei mangelndcm Schnee, oder wenn das in den Rinnen und Schluchten liegende Eis stark abge- schmolzen und unterhöhlt ist, erscheint es sehr schwierig, wenn ‘ nicht unmöglich, sich den steilen Fclsmauern zu nähern und die hohen Abstürze zu überwindcn.« (Purtschellcr) »Solltc ich auch diesmal wieder unverrichtcter Dinge heim- kehren? Sollten wirklich die Schneebänder, welche die ungeheu- rcn Watzmannwände oberhalb Bartholomä durchsetzen, schon so weit abgcschmolzcn sein, daß ein Aufstieg auch für dieses Jahr unmöglich ist? Waren ja doch (nach Versicherungen Kedcrba- chcrs) ein Dutzend Aufstiegsvcrsuehe an diesen Wänden schon gescheitert, nur zwei geglückt.« (Merzbacher) ...
Und jetzt noch die Aufzeichnung, wie VoiceOver auf dem iPhone die erkannte Seite vorliest. Gar nicht so schlecht, finde ich. Nach wie vor rätselhaft bleibt mir allerdings, wie ein blinder Benutzer es schaffen soll, die Aufnahmesituation dermaßen zu optimieren.
