Voice Reader Web - Vorlesesoftware fürs iPhone

Zitat von der iTunes Seite von Voice Reader Web:

++ Webseiten offline abspeichern ++ Bequeme Textansicht ohne Werbung und Bilder ++ Vorlesen von Webseiten online oder offline ++ 32 Stimmen in 21 Sprachen ++ Voice Reader Web - der neue Browser, der mehr kann!
Lassen Sie sich mit der professionellen Voice Reader Web Sprachausgabe Webseiten bequem vorlesen, profitieren Sie beim Webseitensurfen auf kleinem Display von der optimierten und schnellen Darstellung und sichern Sie Ihre Lieblingsseiten einfach per Knopfdruck offline auf Ihr Gerät. Wichtig gerade für den Fall, wenn kein WLAN in der Nähe ist oder ein Auslandsaufenthalt ansteht.

Ein paar Screenshots belegen, dass die Behauptung mit der optimierten Darstellung stimmt:

(download)
Mit einem Klick von der Normalansicht auf die Text-only-Ansicht umschalten. Und ganz schnell die Seite vorlesen lassen:

 

(download)

Vor- und Zurückspulen funktioniert wie in Audios mit der Fortschrittsanzeige. Und der Slider ist sogar mit VoiceOver bedienbar. Jetzt warte ich noch darauf, dass mir ein VoiceOver Benutzer sagt, warum er sich Seiten mit dem Voice Reader Web vorlesen lässt, und nicht mit VoiceOver. Ich vermute mal, dass Voice Reader Web nicht als VoiceOver-Ersatz, sondern eher wegen der Möglichkeit eingesetzt wird, Seiten auch offline zu lesen oder zu hören. Wer das will, muss noch zusätzlich zum Preis der App (1,59 €) eine sogenannte Offline-Stimme für 0,79 € kaufen.

Auflistung aller bisherigen Tests

 

 

Ein bisschen mehr Barrierefreiheit für Google

Immer wieder hört man von Screen Reader Nutzern Klagen über die schlechte Zugänglichkeit der Google Suchergebnisseiten. Vielleicht kann folgender Tipp diesem Personenkreis helfen, die Nutzung von Google mit Screen Readern etwas zu vereinfachen.

Einen nicht unbeträchtlichen Teil einer typischen Suchergebnisseite machen bezahlte Werbeblöcke aus, gebucht über das Adwords System. Diese Werbeblöcke tragen sicher nicht zu "Übersichtlichkeit" der Suchergebnisseite bei.  Aber sie lassen sich, vorausgesetzt man benutzt den Firefox-Browser, mit dem Add-on Adblock Plus sowie einem zusätzlichen Filter blocken.

Adblock Plus installieren

Adblock Plus fügt im Firefox-Menü unter Extras einen Punkt "Adblock Plus - Einstellungen" hinzu. In diesem Einstellungen-Fenster wählt man den Menüpunkt "Filterabonnement hinzufügen", und dann im Auswahlmenü "Filter von Dr.Evil (deutsch)".

Fertig.

Um die Werbeblöcke - eventuell temporär - wieder anzuzeigen, in den Adblock Plus - Einstellungen unter Optionen Adblock Plus aktivieren abwählen.

 

Google Chrome Browser - bald auch von blinden Menschen nutzbar?

Blinde Menschen können mit speziellen Programmen, sogenannten Screen Readern, sehr gut am PC arbeiten. Diese Programme sind in der Regel exorbitant teuer. Es geht aber auch kostenlos: zum Beispiel mit dem NVDA. Insbesondere beim Surfen im Web ist dieser open source Screen Reader vielen kommerziellen Produkten überlegen.

Der NVDA "versteht" sich hervorragend mit dem Firefox-Browser, aber auch mit dem Internet Explorer. Und neuerdings auch mit dem Google Chrome Browser! Obwohl es dort noch den einen oder anderen Nacharbeitsbedarf gibt.

Getestet mit den jeweils neuesten stabilen Versionen: NVDA 2010.2 und Chrome 9.0 

Sollten sehende Webworker Screen Reader nutzen, um Seiten auf Barrierefreiheit zu testen?

Dieser Blogpost (accessibility.net.nz/blog/should-sighted-developers-use-screenreaders-to-test-accessibility) hat in den letzten Tagen für recht kontroverse Stellungnahmen gesorgt. Verständlich. Da hat sich "Webmaster Fritzchen" die Demoversion von JAWS mit 160+ MB installiert, nach Studium von WebAim (deutsche Übersetzung) sich die ersten Tastaturkürzel zur Bedienung von JAWS angeeignet, nach anfänglichem Erschrecken vor der mechanischen Stimme sogar festgestellt, dass das, was JAWS da vorliest, seine eigene Seite ist, und nun wird ihm gesagt, dass das alles Unfug sei.

Einspruch Euer Ehren! Lass mich etwas Ordnung in die Dinge bringen:

Wenn JAWS mir meine Seite vorliest, dann ist sie barrierefrei.

Falsch! Genau  vor dieser Einstellung warnt der zitierte Blogpost. Denn zum einen ist Barrierefreiheit mehr als nur die Lesbarkeit einer Seite mit einem Screen Reader. Zum anderen sagt die Tatsache, dass dein Screen Reader etwas liest, im Prinzip nicht mehr aus, als dass du ihn (den Screen Reader) richtig installiert hast.

Ich nutze als sehender Webworker Screen Reader, um bestimmte Details auf ihre Kompatibilität mit Screen Readern zu testen.

Das klingt doch gleich anders. Ein paar Beispiele gefällig?

  • Funktionieren die Sprungmarken aka Skiplinks?
  • Sind die Formulare und Datentabellen korrekt ausgezeichnet und mit dem Screen Reader zu bedienen?
  • Vie verhält sich der Screen Reader auf Seiten, die sich dynamisch ändern? Z. B. mittels DHTML,  JavaScript oder AJAX.
  • Ist WAI-ARIA korrekt eingesetzt?
  • Sind Flash-Objekte auf der Seite mit Screen Reader zugänglich?

All diese Sachen kann man natürlich theoretisch einfach richtig machen, indem man die WCAG 2.0 verinnerlicht hat, und entprechend umsetzt. Chapeau, wer das ohne Tests schafft. Der braucht sicher auch keine Debugging-Tools für seine Scripts und Programme.

Ich nutze übrigens viel lieber den NVDA anstelle von JAWS. NVDA ist wesentlich leichter, er belastet mein System weniger, und startet in Sekunden. Webseiten mit dem NVDA testen.