Zielgruppenorientierte Werbung, oder Datensammelwut und der Schutz der Privatsphäre
Wellenförmig kommt immer wieder mal die Diskussion über Datensammelwut hoch, oft in einem Zug genannt mit dem Schutz der Privatsphäre. Häufig fällt in diesem Zusammenhang der Name Google.
Na und? Ich habe nichts gegen die Kaufempfehlungen, die Amazon auf Basis meiner bisherigen Einkäufe und Suchanfragen erstellt. Und mir ist es lieber, wenn Google mir Anzeigen von meinen lieben Kollegen anzeigt, als Bettwäsche, Lebensversicherungen und ähnliches. Womit ich natürlich den Nutzen von Bettwäsche oder Lebensversicherungen nicht in Abrede stelle, aber von beidem ist derzeit mein Bedarf gedeckt.
Klar, die Daten über mich und mein öffentlich (z. B. im Web) beobachtbares Verhalten landen nicht nur bei Google. Sondern früher oder später bei auch Adresshändlern.
Auch recht. Wenn schon, dann ist mir ein (zielgruppenorientiertes) Angebot über ein Probeabonnement der Zeit, oder das Angebot eines Weinhändlers lieber als das, was meiner Frau so angeboten wird (Bettwäsche beispielsweise). Hat doch die Möglichkeit, mir nur Angebote in den Briefkasten zu stopfen, die mich vermeintlich interessieren könnten, zu einer deutlichen Verringerungen der unspezifischen und nur lästigen Postwurfsendungen geführt.